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(25.06.2015)

Der VCS Verkehrs-Club der Schweiz erachtet die vom Bundesrat beschlossene Erhöhung der Trassenpreise zwar grundsätzlich als richtig. Sie kommt aber zum falschen Zeitpunkt. Erneut werden Bahnreisende und auch der Güterverkehr zur Kasse gebeten, während das Autofahren billiger wird.


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Mit der Revision des Trassenpreissystems sollen die Nutzer der Bahninfrastruktur pro Jahr 100 Millionen Franken zusätzlich an Kosten übernehmen. Diese Anpassung ist im Rahmen der Finanzierung und dem Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI) zwar vorgesehen, aber derzeit völlig übereilt.

Die höheren Trassenpreise werden von den Bahnen auf die Billett- und Abonnementspreise überwälzt und im Güterverkehr über die Transportkosten an die Kunden weiterverrechnet. Der VCS ist empört. Offenbar rechnet der Bundesrat damit, dass Bahnreisende die höheren Preise zu zahlen gewillt sind.

Aus Sicht des VCS betreibt der Bundesrat eine Politik, die eine Rückverlagerung von der Schiene auf die Strasse fördert. Durch die drohende Rückverlagerung steht in Frage, ob die zusätzlichen Einnahmen tatsächlich generiert werden können.

Die Trassenpreiserhöhung erfolgt zu einem Zeitpunkt, bei dem parallel über die künftige Strassenfinanzierung (NAF) debattiert wird. Solange etwa die kilometerabhängige Beteiligung der Strassennutzer nicht klar ist, ist eine Verteuerung der Bahnpreise fehl am Platz. Die Preisschere zwischen dem öffentlichen Verkehr und dem motorisierter Individualverkehr geht so immer mehr auseinander. So wird die Blechlawine auf den Strassen nicht gestoppt, sondern eine Rückverlagerung von der Schiene auf die Strasse begünstigt.

Der VCS setzt nun auf die Eisenbahnunternehmen. Sie sollen die Teuerung nicht sofort auf Anfang 2017 und nicht vollumfänglich auf die Bahnreisenden überwälzen. Der VCS erwartet ebenso ein Handeln mit Augenmass besonders beim Fernverkehr, der jährlich Gewinne einbringt.

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