Güterverkehr
Heute, 28. Februar 2014, fährt der millionste Lastwagen auf der Rollenden Autobahn (Rola) durch die Schweiz. Nun können langfristig weitere Abertausende dazukommen: mit der Annahme von FABI ist die Grundlage für den Ausbau der Verkehrsverlagerung auf die Schiene gelegt.
Zum Jahreswechsel haben 380 Mitarbeiter der Schenker Deutschland AG das neue hochmoderne Logistikzentrum im Nürnberger Hafen bezogen. Auf dem 54.000 Quadratmeter großen Grundstück an der Bremer Straße realisiert DB Schenker Logistics umfangreiche Logistikleistungen für zahlreiche Kunden aus Handel und Industrie aus einer Hand. Die Bündelung der Logistik-Aktivitäten der Nürnberger Geschäftsstellen Landverkehr national, Landverkehr international sowie Luft/Seefracht an einem einzigen Standort beschleunigt nicht nur die internen Abläufe, auch die Kunden profitieren von dem integrierten Angebot aus einer Hand.
Mit einer Rekordzeit von nur 9 Tagen zwischen Brest an der polnisch-weißrussischen Grenze und Erenhot an der mongolisch-chinesischen Grenze hat die InterRail Gruppe, ein in der Schweiz ansässiger Eisenbahndienstleister, wegweisende Maßstäbe für den Bahntransport auf der Breitspurstrecke zwischen Europa und China gesetzt. Insgesamt betrug diese Strecke mehr als 8000 km und verzeichnete eine Rekordgeschwindigkeit von 900 km pro Tag.
Ab dem 7. April setzt die Frankfurter Kombiverkehr KG gemeinsam mit ihrem Partner Rail Cargo Group ein neues Produktionskonzept für kontinentale Verkehre zwischen Deutschland und Österreich um, das die Gesamtlaufzeit von Sendungen zwischen beiden Ländern verkürzen sowie die Kapazität und Flexibilität der intermodalen Transporte erhöhen wird. „Montags bis freitags werden wir von Duisburg-Ruhrort Hafen DUSS oder Neuss-Hessentor aus kontinuierlich täglich zwei bis drei Abfahrten anbieten, plus eine Samstagsabfahrt", kündigt Kombiverkehr-Geschäftsführer Robert Breuhahn an.
Am HHLA Container Terminal Altenwerder (CTA) wurden im vergangenen Jahr auf der Schiene rund eine halbe Million Boxen abgefertigt. Der CTA war damit 2013 der mit Abstand größte Bahnterminal im Containerumschlag in Deutschland. Dieser Erfolg stärkt den Standort Hamburg, den größten Eisenbahn-Hafen Europas.
In Maschen bei Hamburg ist am 18.02.2014 der 500. Zug mit Überlänge gestartet. Ziel der bis zu 835 Meter langen Züge ist der Rangierbahnhof im dänischen Fredericia. Es handelt sich bundesweit um die einzige Strecke, auf der seit Dezember 2012 Züge dieser Länge verkehren dürfen, im Rest der Republik sind nur 740 Meter zugelassen.
Nach den neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes (destatis) hat der Schienengüterverkehr im Jahr 2013 seine Transportleistung gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozent steigern können. Nach vorläufigen Werten der Wiesbadener Statistiker hat der Lkw bei der Verkehrsleistung ebenfalls um 1,6 Prozent zugelegt.
Mit dem Kooperationsprojekt „HILDE Hamburg-Sachsen" (Hinterland-Lösungen durch Effizienzsteigerungen zwischen Hamburg und Sachsen) wollen die Freie und Hansestadt Hamburg und der Freistaat Sachsen bis Sommer 2014 Lösungen für eine Erhöhung des Bahn- und Binnenschiffsanteils an den Hinterlandtransporten zwischen Hamburg und Sachsen liefern. Vertreter beider Bundesländer und beteiligte Projektpartner stellten beim gestrigen Verladertag der IHK Dresden das Projekt vor.
Der Bundesrat will bis 2020 einen durchgehenden 4-Meter-Eisenbahnkorridor von Basel durch den Gotthard- und Ceneri-Basistunnel bis nach Norditalien ermöglichen. Um die notwendigen Ausbauten auf italienischer Seite zu gewährleisten, haben Bundesrätin Doris Leuthard und der italienische Verkehrsminister Maurizio Lupi heute in Bern ein Abkommen unterzeichnet. Demnach wird die Schweiz 120 Millionen Euro für Profilanpassungen auf der Luino-Linie zur Verfügung stellen. Italien wird Investitionen im Umfang von 40 Millionen Euro auf der Strecke Mailand-Chiasso finanzieren.
Nach dem erfolgreichen Anlauf der ersten Asien-Verbindung der Frankfurter Kombiverkehr KG im Oktober letzten Jahres startet der Anbieter mit dem größten europäischen Netz für intermodale Transporte in Europa am 4. Februar eine weitere Bahn-Fähre-Kombination zwischen Deutschland, Griechenland und der Türkei. Dreimal wöchentlich wird ein Direktzug in jeder Richtung zwischen dem Kombiterminal München-Riem und Triest Sattelauflieger, Container und Wechselbehälter transportieren. Sendungen nach Griechenland gehen auf der Fähre nach Patras weiter, Sendungen in den westlichen Teil der Türkei nach Tekirdag und für den asiatischen Teil in den Hafen Pendik am östlichen Rand von Istanbul. Der neue Zug zwischen München und Triest fährt über Nacht. Dank einer optimalen Abstimmung von Zug- und Fährfahrplänen ist eine Sendung zwischen München und Pendik nur vier Tage unterwegs.