(01.01.2011)
Mit der Software NeTS plant die SBB alle Fahrten der Personen- und Güterzüge. Für den Fahrplan 2011 ergänzten Netcetera und ihre Partner das System nun um die gleisgenaue Planung in allen Schweizer Bahnhöfen (sog. Knotenplanung). Die Strecken-, Bahnhof- und Unterhaltsplaner der SBB arbeiten jetzt alle mit dem gleichen Fahrplan-Werkzeug, was einen nahtlosen Prozess von der Planung bis zum Stellen der Signale im Betrieb garantiert.
Für den Fahrplan 2011 wurde die international ausgezeichnete Schweizer Software NeTS (netzweites Trassen-System) in enger Zusammenarbeit von SBB und den Projektpartnern Netcetera, Ergon und NOSE weiterentwickelt.
Mit der Erweiterung um die Knotenplanung werden auch Bahnhof-, Abstell- und Streckengleise mit NeTS geplant und bewirtschaftet. Die Software vereint damit sämtliche Planungsbereiche für den SBB-Fahrplan in einem einzigen System: Jahresplanung, unterjährige Planung, Kurzfristplanung, Trassenbestellung und die Bau- und Unterhaltsplanung. Grosser Vorteil des erweiterten Systems ist die Transparenz für die rund 300 SBB-Planer, die heute ohne Systembrüche arbeiten können.
NeTS ist nun noch besser in die SBB-Systemumgebung integriert. Das ermöglicht weitere Systeme direkt von NeTS zu beliefern. Beispielsweise fliessen die detaillierten Planungsinformationen nahtlos ins System für die Zuglenkdatenprogrammierung und in das Dispositionssystem. «Ein Quantensprung im Zusammenwirken von Planung und Betrieb», wie SBB-Gesamtprojektleiter Roger Krähenbühl ausführt.
Die ausgebaute NeTS-Software, die das bisherige Knotenplanungs-System ablöst, wurde monatelang und intensiv für die grosse Umstellung getestet. «Wie schon bei der Entwicklung der ersten NeTS-Version haben wir auch bei diesem Projekt sehr eng mit der SBB und den Projektpartnern zusammengearbeitet», kommentiert Andrej Vckovski, CEO der Netcetera Gruppe. «Wir sind hocherfreut, dass die SBB ihren Fahrplan nun genauestens mit NeTS erstellt und den realen Betrieb dadurch noch besser meistern kann».