(17.06.2012)
Der VCS Verkehrs-Club der Schweiz ist erstaunt darüber, dass sich Roadcross-Geschäftsführerin Valesca Zaugg in den Medien für eine 2. Strassenröhre am Gotthard ausspricht. Eine Analyse der bfu - Beratungsstelle für Unfallverhütung vom Mai dieses Jahres hat gezeigt, dass die Zahl der Unfälle damit nur marginal reduziert würde. In dieser Untersuchung hält die bfu weiter fest, «dass das Unfallgeschehen im Gotthard-Strassentunnel im Vergleich zum gesamtschweizerischen Unfallgeschehen sehr klein ist». Die Zahl der Verunfallten im Gotthardtunnel macht gemäss bfu weniger als 0,1 Prozent der Personen aus, die in der Schweiz jedes Jahr im Strassenverkehr verunfallen.
Um die Verkehrssicherheit wirklich zu verbessern, muss dort investiert werden, wo sich Autoverkehr sowie Fuss- und Veloverkehr begegnen: in den Städten und Gemeinden. Eine 2. Gotthard-Strassenröhre aber würde nur eines bewirken: mehr Verkehr, mehr Lärm und einen höheren Co2-Ausstoss - und das alles für mindestens zwei Milliarden Franken.