(21.10.2014)
Wichtiger Erfolg für den Verband für Anschlussbahnunternehmen (VABU): bei der Neugestaltung der Förderungen konnte man in den Verhandlungen mit dem Verkehrsministerium eine langjährige Forderung der Branche durchsetzen.
„Mit der Neugestaltung der Anschlussbahn-Förderung wurde ein wichtiges Zeichen für das heimische System Bahn gesetzt", betonte VABU-Präsident Markus Schinko bei der Präsentation der Förderung auf der heutigen Anschlussbahn-Fachtagung in Salzburg.
Rund zwei Drittel der auf der Schiene beförderten Güter werden über Anschlussbahnen (AB) generiert. Die AB ist im System Eisenbahn eine der wichtigsten Schnittstellen für das Gütervolumen. Anschlussgleise stellen einen wichtigen Faktor dar, um Transportvolumen zu generieren. Sie ermöglichen eine direkte Beladung von Waggons am Firmengelände und ersparen daher Lkw-Fahrten zum Schienenterminal und kostspielige Umladevorgänge.
Dass die Branche jedoch einem Strukturwandel unterworfen ist, zeigen die Zahlen: Derzeit gibt es 695 AB, das ist ein Rückgang von 24 Prozent seit 2008.
Schinko: „Mit diesem neu ausgerichteten Förderprogramm wird ein wichtiger Schritt zur Stabilisierung und Steigerung der Frachtvolumina auf der Schiene gesetzt. Damit nähern wir uns auch der politischen Zielvorgabe von 40 % Modal-Split".
Der VABU-Präsident erläuterte, warum ein hoher Schienenanteil am Transport einen Standortvorteil darstellt: „Die Eisenbahn muss als Gesamtsystem betrachtet werden. Wenn einzelne Teile des Netzes ausfallen – Stichwort Stilllegung von Nebenbahnen -, wird das Gesamtsystem geschwächt, weil auf den verbleibenden Strecken auch der Verkehr des aufgelassenen Streckennetzes wegfällt. Das erhöht die Kosten pro Fahrt und macht den Verkehrsträger unattraktiver. Deshalb fordern wir die Politik dazu auf, die besten Rahmenbedingungen für den jeweils besten Verkehrsträgermix zu schaffen".
Auf der 4. Anschlussbahn-Fachtagung in Salzburg stehen neben der Präsentation der neuen Anschlussbahnförderung und dem Branchennetworking auch noch folgende Vorträge auf dem Programm: Stellenwert der Anschlussbahn im „Land Salzburg", Fragen zur Beleuchtung auf Anschlussbahnen bzw. Sicherung nicht-öffentlicher Eisenbahnübergänge und die Präsentation einer neuen Anschlussbahnstudie Adaptive Innovative Referenzsysteme für Anschlussbahnen (AIRA).