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(09.09.2014)

Mit einem zweiten Deutschland-Tag des Nahverkehrs am Mittwoch (10. September) machen Verkehrsunternehmen aus ganz Deutschland auf die unzureichende Finanzierung der Branche aufmerksam. Mit dabei sind auch elf Verkehrsunternehmen aus Nordrhein-Westfalen, die hierfür am Samstag vom Güterbahnhof der Neuss-Düsseldorfer Häfen per Güterzug Busse auf den Weg nach Berlin geschickt haben. In der Hauptstadt nehmen die Busse an einer großen Bus-Demonstration mit über 60 Bussen aus ganz Deutschland vor dem Reichstag teil. Die Verkehrsunternehmen unterstützen mit ihrer Aktion die Übergabe einer Resolution des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und der Infrastrukturinitiative „Damit Deutschland vorne bleibt" an Parlamentarier, die eine auskömmliche Finanzierung und verlässliche Anschlussregelungen für die Finanzierung des deutschen Nahverkehrs fordert.


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Die elf Busse aus NRW versammeln sich am 10.9. mit den anderen Bussen, die aus allen Teilen der Republik angereisten, und werden sich vor dem Reichstag und am Brandenburger Tor aufreihen – als sichtbares Signal an die Bundespolitik, dass der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) dringend auf Beschlüsse in wichtigen Finanzierungsfragen angewiesen ist. Im Rahmen der Bus-Demonstration übergeben die Spitzen des VDV und der Infrastrukturinitiative eine Resolution an den Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages Johannes Singhammer sowie weitere Parlamentarier.

Anlass für den diesjährigen Deutschland-Tag des Nahverkehrs mit Bus-Demonstration und Resolutionsübergabe ist die seit Jahren unzureichende Finanzausstattung sowie das Auslaufen wesentlicher Finanzierungsgrundlagen im ÖPNV. Die Folgen sind auch für die Verkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen spürbar. Insbesondere bei den Straßen- und U-Bahnnetzen in den Ballungsräumen besteht erheblicher Investitionsbedarf. Nach 30 bis 40 Jahren intensiver Nutzung sind diese Systeme am Ende ihrer technischen Lebensdauer angelangt und müssen saniert werden. Laut einem Gutachten des VDV NRW müssen Kommunen und Verkehrsunternehmen in NRW bis 2016 rund 1,1 Milliarden Euro in die Erneuerung der U- und Straßenbahnsysteme investieren. Eine realistische Zukunftsplanung ist den Verkehrsbetrieben jedoch dadurch erschwert das der Umfang der Zuschüsse aus den Bundesfinanzen mittelfristig ungewiss ist.

„Am Ende müssen es alle Fahrgäste ausbaden, falls die wirklich dringend nötigen Stadtbahnverlängerungen ausbleiben oder es in Bussen und Bahnen noch enger werden sollte", warnt Jürgen Fenske, Vorstandsvorsitzender der Kölner Verkehrs-Betriebe AG und Präsident des VDV. Denn ohne einen leistungsfähigen und zuverlässigen ÖPNV könne der Verkehr in Großstädten wie Köln schnell zum Erliegen kommen. „Bislang haben wir uns als Verkehrs-Betriebe sehr bemüht, die zunehmend fehlenden Mittel durch Einsparungen und vertretbare Fahrpreiserhöhungen auszugleichen. Dies reicht aber nicht, um auch die Sanierungsherausforderung zu stemmen. Die Pflege und Erneuerung unserer Anlagen werden wir aus eigener Kraft nicht schaffen können." Doch auch den Städten wie Köln fehlten die Mittel hierfür. „Wir sind und bleiben auf finanzielle Hilfe von Bund und Land angewiesen". Handlungsbedarf gibt es also reichlich, Grund genug für die Kölner Verkehrs-Betriebe, auch mit einem Bus am Deutschland-Tag des Nahverkehrs in Berlin präsent zu sein.

„Es ist beachtlich und freut uns, dass so viele Unternehmen aus NRW unserem Aufruf zur Demo nach Berlin gefolgt sind. Und ohne das große Engagement der Neuss Düsseldorfer Häfen, DB Schenker, DB Regio NRW und der Havelländischen Eisenbahn, wäre dieser Transport der Busse per Güterzug nicht möglich gewesen. Sie unterstützen uns damit nicht nur logistisch, sondern auch ideell in unserem Anliegen, die Finanzierung des Nahverkehrs endlich auf eine gesicherte Basis zu stellen", so VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff.

 

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