(06.05.2013)
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat sich zur Vernetzung von öffentlichem Personenverkehr mit weiteren Mobilitätsangeboten positioniert. Das VDV-Präsidium hat dazu in seiner heutigen Sitzung in München ein entsprechendes Papier verabschiedet und macht deutlich, dass nur eine sinnvolle Kombination von Verkehrsmitteln die veränderten Mobilitätsbedürfnisse der großstädtischen Bevölkerung bedient. Busse und Bahnen nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein und benötigen deshalb entsprechende gesetzliche und finanzielle Rahmenbedingungen.
„Das Mobilitätsbedürfnis der Deutschen wächst. In Ballungsräumen und Großstädten lässt die Bedeutung des eigenen PKW gleichzeitig immer weiter nach. Die Bevölkerung wünscht sich eine sinnvolle und gute Vernetzung verschiedener Verkehrsträger, und dabei spielt der Nahverkehr eine entscheidende Rolle", erklärt VDV-Präsident Jürgen Fenske. Allerdings können auch Busse und Bahnen, die darauf ausgelegt sind viele Fahrgäste gleichzeitig zu befördern, nicht alle individuellen Ansprüche ihrer Kunden bedienen. „Multimodale Mobilität heißt deshalb aus Sicht unserer Branche, eine optimale Kombination der Verkehrsmittel bei gleichzeitiger Verkehrsverlagerung hin zum öffentlichen Personenverkehr. Denn nur durch Verlagerung und gleichzeitige Vernetzung bekommt man die Klima-, Umwelt- und Lärmprobleme im Verkehrssektor gelöst", so Fenske.
Vom Verkehrsverbund zum Mobilitätsverbund
Der VDV sieht dabei auch in der eigenen Branche Entwicklungsmöglichkeiten. Die klassische Nutzung von Bus und Bahn alleine reicht vielen Fahrgästen nicht mehr aus, um ihre individuellen Mobilitätsbedürfnisse zu befriedigen. Deshalb, so der Verband in seinem Positionspapier, müssen weitere Verkehrsträger wie das Fahrrad oder auch Carsharing stärker in das Leistungsangebot der Verkehrsunternehmen und Verbünde integriert werden. „Idealerweise entwickeln wir uns damit in einer Stadt oder einer ganzen Region zu einem Mobilitätsverbund, in dem der Kunde alle Angebote aus einer Hand bekommt: Bus und Bahn, Carsharing, Taxifahrten, Fahrradverleihsysteme, etc. Erst das Zusammenführen verschiedener Leistungen ermöglicht ihm eine flexible Kombination und Nutzung", sagt Fenske.
Politik muss geeignete Rahmenbedingungen schaffen
Die erfolgreiche Entwicklung hin zum Mobilitätsverbund setzt entsprechende Rahmenbedingungen voraus. Der VDV sieht hier auch die Städte und Gemeinden, die Länder, den Bund und die EU in der Verantwortung. Im Positionspapier finden sich deshalb eine Reihe von konkreten Forderungen an die politischen Entscheider der unterschiedlichen Ebenen. „Wir als Branche werden dazu beitragen, die Verknüpfung von Mobilitätsangeboten und damit die nachhaltige Mobilität in den Städten und Regionen auszubauen. Dafür brauchen wir aber entsprechende Rahmenbedingungen, und zwar rechtlich wie auch finanziell. Und dafür muss die Politik sorgen. Solche Fehlentwicklungen wie die einseitige Förderung von Elektroautos oder kostenlose Parkplätze in den Innenstädten darf es dann nicht mehr geben", sagt Fenske abschließend.
VDV gründet Lenkungskreis zum E-Bus
Neben der Verknüpfung von umweltfreundlichen Verkehrsangeboten forciert der VDV auch seit Jahren die technische Entwicklung von elektrisch betriebenen ÖPNV-Linienbussen. Um sich den neusten Trends und Forschungen in diesem Bereich umfassend widmen zu können, hat das VDV-Präsidium heute die Einrichtung eines Lenkungskreises E-Bus beschlossen. „Es ist ein erklärtes Ziel der Bundesregierung, den Verkehrssektor langfristig zur Nutzung von abgasarmen oder abgasfreien Fahrzeugen zu bewegen. Und da wollen auch wir als ÖPNV einen Beitrag leisten, obwohl unsere Branche im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern natürlich ohnehin deutlich umweltfreundlicher ist", sagt VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff. Der Lenkungskreis besteht aus zahlreichen Experten verschiedener Verkehrsunternehmen und Verbünde bundesweit. Er dient dem Erfahrungsaustausch über bereits laufende E-Bus-Projekte und wird die aktuellen und künftigen Entwicklungen im E-Bus-Bereich begleiten, um daraus entsprechende Handlungsempfehlungen für die Branche abzuleiten. „Wir wollen damit das langjährige und deutschlandweit verteilte Wissen unserer Mitglieder bündeln und den Austausch zu diesem wichtigen Zukunftsthema institutionalisieren", so Wolff abschließend. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat sich zur Vernetzung von öffentlichem Personenverkehr mit weiteren Mobilitätsangeboten positioniert. Das VDV-Präsidium hat dazu in seiner heutigen Sitzung in München ein entsprechendes Papier verabschiedet und macht deutlich, dass nur eine sinnvolle Kombination von Verkehrsmitteln die veränderten Mobilitätsbedürfnisse der großstädtischen Bevölkerung bedient. Busse und Bahnen nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein und benötigen deshalb entsprechende gesetzliche und finanzielle Rahmenbedingungen.
„Das Mobilitätsbedürfnis der Deutschen wächst. In Ballungsräumen und Großstädten lässt die Bedeutung des eigenen PKW gleichzeitig immer weiter nach. Die Bevölkerung wünscht sich eine sinnvolle und gute Vernetzung verschiedener Verkehrsträger, und dabei spielt der Nahverkehr eine entscheidende Rolle", erklärt VDV-Präsident Jürgen Fenske. Allerdings können auch Busse und Bahnen, die darauf ausgelegt sind viele Fahrgäste gleichzeitig zu befördern, nicht alle individuellen Ansprüche ihrer Kunden bedienen. „Multimodale Mobilität heißt deshalb aus Sicht unserer Branche, eine optimale Kombination der Verkehrsmittel bei gleichzeitiger Verkehrsverlagerung hin zum öffentlichen Personenverkehr. Denn nur durch Verlagerung und gleichzeitige Vernetzung bekommt man die Klima-, Umwelt- und Lärmprobleme im Verkehrssektor gelöst", so Fenske.
Vom Verkehrsverbund zum Mobilitätsverbund
Der VDV sieht dabei auch in der eigenen Branche Entwicklungsmöglichkeiten. Die klassische Nutzung von Bus und Bahn alleine reicht vielen Fahrgästen nicht mehr aus, um ihre individuellen Mobilitätsbedürfnisse zu befriedigen. Deshalb, so der Verband in seinem Positionspapier, müssen weitere Verkehrsträger wie das Fahrrad oder auch Carsharing stärker in das Leistungsangebot der Verkehrsunternehmen und Verbünde integriert werden. „Idealerweise entwickeln wir uns damit in einer Stadt oder einer ganzen Region zu einem Mobilitätsverbund, in dem der Kunde alle Angebote aus einer Hand bekommt: Bus und Bahn, Carsharing, Taxifahrten, Fahrradverleihsysteme, etc. Erst das Zusammenführen verschiedener Leistungen ermöglicht ihm eine flexible Kombination und Nutzung", sagt Fenske.
Politik muss geeignete Rahmenbedingungen schaffen
Die erfolgreiche Entwicklung hin zum Mobilitätsverbund setzt entsprechende Rahmenbedingungen voraus. Der VDV sieht hier auch die Städte und Gemeinden, die Länder, den Bund und die EU in der Verantwortung. Im Positionspapier finden sich deshalb eine Reihe von konkreten Forderungen an die politischen Entscheider der unterschiedlichen Ebenen. „Wir als Branche werden dazu beitragen, die Verknüpfung von Mobilitätsangeboten und damit die nachhaltige Mobilität in den Städten und Regionen auszubauen. Dafür brauchen wir aber entsprechende Rahmenbedingungen, und zwar rechtlich wie auch finanziell. Und dafür muss die Politik sorgen. Solche Fehlentwicklungen wie die einseitige Förderung von Elektroautos oder kostenlose Parkplätze in den Innenstädten darf es dann nicht mehr geben", sagt Fenske abschließend.
VDV gründet Lenkungskreis zum E-Bus
Neben der Verknüpfung von umweltfreundlichen Verkehrsangeboten forciert der VDV auch seit Jahren die technische Entwicklung von elektrisch betriebenen ÖPNV-Linienbussen. Um sich den neusten Trends und Forschungen in diesem Bereich umfassend widmen zu können, hat das VDV-Präsidium heute die Einrichtung eines Lenkungskreises E-Bus beschlossen. „Es ist ein erklärtes Ziel der Bundesregierung, den Verkehrssektor langfristig zur Nutzung von abgasarmen oder abgasfreien Fahrzeugen zu bewegen. Und da wollen auch wir als ÖPNV einen Beitrag leisten, obwohl unsere Branche im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern natürlich ohnehin deutlich umweltfreundlicher ist", sagt VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff. Der Lenkungskreis besteht aus zahlreichen Experten verschiedener Verkehrsunternehmen und Verbünde bundesweit. Er dient dem Erfahrungsaustausch über bereits laufende E-Bus-Projekte und wird die aktuellen und künftigen Entwicklungen im E-Bus-Bereich begleiten, um daraus entsprechende Handlungsempfehlungen für die Branche abzuleiten. „Wir wollen damit das langjährige und deutschlandweit verteilte Wissen unserer Mitglieder bündeln und den Austausch zu diesem wichtigen Zukunftsthema institutionalisieren", so Wolff abschließend.