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(28.02.2013)

Immer mehr Menschen in Deutschland fahren mit Bus und Bahn: 9,8 Milliarden Kunden nutztenim Jahr 2012 den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Das entspricht einer Steigerung von 0,9 % im Vergleich zu 2011. Die Fahrgeldeinnahmen stiegen im gleichen Zeitraum um vier Prozent auf 10,7 Milliarden Euro. Der deutsche ÖPNV wird damit immer wirtschaftlicher, seinKostendeckungsgrad liegt bei durchschnittlich 78 %.


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Im Jahr 2012 stiegen die Fahrgastzahlen bei Bus und Bahn erneut an. Inzwischen sind jährlich fast zehn Milliarden Menschen mit dem ÖPNV unterwegs. Seit 2002 sind die Kundenzahlen damit um etwa acht Prozent gestiegen. „9,8 Milliarden Fahrgäste sind ein sehr gutes Ergebnis und ein deutliches Signal: Ohne einen leistungsstarken und funktionsfähigen Nahverkehr würde Deutschland stillstehen", bilanziert Jürgen Fenske, Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Auch die Verkehrsleistung ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Die Busse und Bahnen der deutschen ÖPNV-Unternehmen legten 2012 insgesamt 92,4 Milliarden Personenkilometer zurück, und damit 1,4 Prozent mehr als 2011. „Unsere Mitgliedsunternehmen fahren deutschlandweit täglich über 253 Millionen Kilometer", so Fenske.

Der finanzielle Aufwand pro Fahrgast bleibt deutlich höher als der Nettoertrag
Mit den zunehmenden Fahrgastzahlen sind auch die Erträge aus der Fahrgastbeförderung weiter gestiegen, im vergangenen Jahr sogar um vier Prozent. „Das ist ein großer und finanziell sehr wichtiger Schritt. Aber noch immer ist der finanzielle Aufwand pro Fahrgast bei den Unternehmen deutlich höher als der Nettoertrag", erklärt Fenske. Während ein ÖPNVUnternehmen pro Fahrgast einen Aufwand von 1,55 Euro hat (für Personal-und Betriebskosten, etc.), „verdient" das Unternehmen pro Kunde nur etwa 1,21 Euro. Die restlichen 34 Cent zahlt die öffentliche Hand durch Zuschüsse.

Jürgen Fenske: „Das zeigt, wie notwendig eine Mitfinanzierung durch öffentliche Haushalte für unsere Branche ist und bleibt. Mit einem durchschnittlichen Kostendeckungsgrad von 78 % ist der deutsche ÖPNV zwar schon heute deutlich wirtschaftlicher als in anderen großen Industrienationen. Aber, diese Entwicklung war nur möglich, weil die Unternehmen effizient gewirtschaftet haben und weil unsere Fahrgäste über den Ticketpreis entsprechend stärker an der Finanzierung des ÖPNV-Angebots beteiligt wurden." Der finanzielle Beitrag der öffentlichen Haushalte hingegen sinkt seit Jahren, 2002 zahlten diese pro Fahrgast noch über 43 Cent dazu. „Die Politik sollte sich auch finanziell zu einem starken Nahverkehr bekennen, denn ein guter ÖPNV ist ein wesentlicher Standort- und Wirtschaftsfaktor eines Landes", betont Fenske.

Nachfrageentwicklung im ländlichen Raum und Ballungsgebiet weiterhin sehr unterschiedlich
Der Kundenzuwachs von 0,9 % bei fast zehn Milliarden Fahrgästen im gesamten deutschen ÖPNV ist aus Sicht des VDV ein gutes Ergebnis. Allerdings blieb es auch 2012 bei der deutlich unterschiedlichen Nachfrageentwicklung im ländlichen Raum im Vergleich zu Großstädten und Ballungszentren. Immerhin, so die vorläufige Berechnung des Verbandes, sanken die Fahrgastzahlen im regionalen Busverkehr im vergangenen Jahr nicht oder nur geringer als in den Vorjahren. „Das ist trotzdem kein Grund zur Freude, denn beim Eisenbahn- oder Straßenbahnverkehr gibt es deutliche Zuwächse, während die Nachfrage beim Bus insgesamt höchstens stagniert. Das liegt vor allem an den seit Jahren sinkenden Schülerzahlen in vielen ländlichen Räumen, denn die Beförderung von Schülern ist dort das Rückgrat des ÖPNV", so Fenske abschließend.

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