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(05.02.2013)

Die im VDV organisierten Unternehmen des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) kritisieren den Versuch, den Betrieb und die Instandhaltung für ein Streckennetz in zwei Ausschreibungen getrennt voneinander zu vergeben. Sie begrüßen hingegen die Möglichkeit, die Beschaffung von Fahrzeugen von der Vergabe der Verkehrsleistung zu entkoppeln, um neue Investoren zu gewinnen und damit mehr Wettbewerb zu ermöglichen. Bestätigt werden die Unternehmen in ihrer Position dabei von der Vergabekammer in Leipzig, die heute ein Verfahren für unzulässig erklärt hat, in dem Instandhaltung und Betrieb getrennt vergeben werden sollten.


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Die im VDV organisierten Unternehmen des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) kritisieren den Versuch, den Betrieb und die Instandhaltung für ein Streckennetz in zwei Ausschreibungen getrennt voneinander zu vergeben. Sie begrüßen hingegen die Möglichkeit, die Beschaffung von Fahrzeugen von der Vergabe der Verkehrsleistung zu entkoppeln, um neue Investoren zu gewinnen und damit mehr Wettbewerb zu ermöglichen. Bestätigt werden die Unternehmen in ihrer Position dabei von der Vergabekammer in Leipzig, die heute ein Verfahren für unzulässig erklärt hat, in dem Instandhaltung und Betrieb getrennt vergeben werden sollten.

„Die Fahrzeugflotte ist wesentlicher Bestandteil eines SPNV-Unternehmens. Durch die gesonderte Ausschreibung der Instandhaltung eine Trennung von Unternehmen und Fahrzeug erzwingen zu wollen, ist nicht zweckmäßig. Das ist sogar gefährlich für die weitere Entwicklung des Wettbewerbsmarktes in Deutschland. Denn der SPNV-Unternehmer darf nicht zum reinen Lohnkutscher werden. Wir brauchen einen Wettbewerb, in dem das qualitativ und preislich beste Gesamtangebot den Zuschlag bekommt, und zwar für eine möglichst lange Wertschöpfungskette", erklärt Wolfgang Dirksen, Geschäftsführer des SPNV-Unternehmens BeNEX und Vorsitzender des zuständigen VDV-Ausschusses.

Wolfgang Dirksen weiter: „Die Idee, die Instandhaltung separat zu vergeben, mag vielleicht für Teile der Bahnindustrie von wirtschaftlichem Interesse sein, sie löst aber nicht die eigentlichen Schwierigkeiten des Marktes. Es hakt nicht bei der Instandhaltung, sondern bei der Finanzierung, Zulassung und Inbetriebnahme der Fahrzeuge." Aus Sicht der Unternehmen müssen Ausschreibungsverfahren deshalb mindestens folgende Rahmenbedingungen bieten: Kein Ausschluss von Anbietern, die die komplette Wertschöpfungskette von der Fahrzeuggestellung über die Instandhaltung bis zum Betrieb anbieten können und wollen; Möglichkeit der Fahrzeuggestellung durch private Fahrzeugpools; Erhalt der unternehmerischen Wertschöpfung in den Bereichen Betriebsplanung, Vertrieb und Tarif.

Die im VDV organisierten SPNV-Unternehmen, die etwa 95 Prozent des deutschen Marktes repräsentieren, schlagen vor, dass sich alle Beteiligten gemeinsam an einen Tisch setzen, um die teilweise unbefriedigende Situation im deutschen SPNV-Markt offen und lösungsorientiert zu diskutieren. „Wir sind im VDV mit den hier vertretenen Aufgabenträgern bereits in einem sehr konstruktiven Dialog und führen auch Gespräche mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Aufgabenträger des SPNV in dieser Richtung", so Dirksen abschließend.

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