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(16.11.2012)

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat sich in einem Positionspapier eindeutig zur Frage der Trennung von Infrastruktur und Transport bei integrierten Eisenbahnunternehmen festgelegt. Das VDV-Präsidium machte in seiner heutigen Sitzung deutlich, dass eine Verbesserung der unternehmerischen Chancen im Eisenbahnmarkt nicht mit der Organisationsform der Eisenbahnen zusammenhängt.


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„Der VDV unterstützt ausdrücklich die Marktöffnung im Eisenbahnsektor. Es gibt aber keinen Beweis dafür, dass sich ohne integrierte Konzerne der Wettbewerb besser entwickelt und der Markt funktionsfähiger ist. Auch in anderen Branchen, wie beispielsweise bei der Telekommunikation sieht man, dass die Entflechtung nicht entscheidend ist für den Wettbewerb. Wir setzten uns deshalb für eine qualifizierte Regulierung durch den Staat ein, aber nicht für eine dogmatische Trennung von Netz und Betrieb", so VDV-Präsident Jürgen Fenske.

Besonders kritisch sieht der VDV die Position der EU-Kommission, die das Unbundling europaweit forciert und dabei nach Meinung des Verbandes die speziellen Bedingungen kleiner und mittlerer Unternehmen außer Acht lässt. „In Deutschland bewirtschaften inzwischen viele kleinere Eisenbahnunternehmen einen relevanten Teil der Infrastruktur. Diese müssten bei einer strikten Trennung von Infrastruktur und Transport ihre organisatorischen und betrieblichen Strukturen doppelt betreiben, was zu erheblichen Mehrkosten führt", erklärt Fenske. Der Gedanke der Marktöffnung und Pluralität im Eisenbahnsektor würde damit ad absurdum geführt, denn das Gegenteil wäre die Konsequenz.

Aus Sicht des Verbandes ist die künftige Entwicklung des Wettbewerbs im Eisenbahnmarkt abhängig von verschiedenen infrastrukturellen Rahmenbedingungen. Dazu zählen zum Beispiel der diskriminierungsfreie Zugang zu Schienenwegen und Serviceeinrichtungen oder die Transparenz und Nachvollziehbarkeit von Finanzströmen zwischen Infrastrukturbetreibern und den mit ihnen verbundenen Unternehmen. „Dafür benötigen wir in Deutschland in aller erster Linie eine qualifizierte und funktionierende Regulierung", so Fenske abschließend.

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