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(29.05.2015)

Als Erfolgsgeschichte hat Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir die Entwicklung des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) bezeichnet. „Heute befördert der RMV jeden Tag 2,5 Millionen Fahrgäste – das sind 35 Prozent mehr als 1996", sagte der Minister am Donnerstag aus Anlass des 20jährigen Bestehens des Verbandes.


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„Aus tausenden Bus- und Bahnlinien in den unterschiedlichen Städten und Kreisen ist ein einheitliches, vertaktetes System entstanden, das mit einem Fahrschein benutzt werden kann", sagte der Minister. „Dinge, die heute als selbstverständlich wahrgenommen werden, sind durch die Verbundgründung erst möglich geworden, wie beispielsweise das Semesterticket. Auch die Leistungen wurden ausgeweitet, alleine das S-Bahn-Angebot ist in dieser Zeit um zwei Drittel gewachsen. Man muss es klar sagen: Ohne den RMV würde der Straßenverkehr im Rhein-Main-Gebiet täglich zusammenbrechen. Selbst der eingefleischteste Autofahrer muss ein ÖPNV-Fan sein."

„OHNE DEN RMV WÜRDE AUCH DER STRASSENVERKEHR IM RHEIN-MAIN-GEBIET ZUSAMMENBRECHEN."

Al-Wazir erinnerte daran, dass der RMV im Zuge der Bahnreform Mitte der 90er Jahre entstand. Damals übertrug der Bund den Ländern die Aufgabe des regionalen Schienenverkehrs und verpflichtete sich, die dafür erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen. Neben dem RMV sind in Hessen der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) und – für den Kreis Bergstraße – der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) tätig.

„Die Verkehrsverbünde zeigen: Es hat sich bewährt, regionale Aufgaben regional zu organisieren", sagte der Minister. „Wir haben heute bessere Verbindungen, modernere Fahrzeuge, attraktivere Stationen. Leider müssen wir gleichzeitig erleben, dass sich der Bund immer mehr seiner Verantwortung entzieht und den Ländern die nötigen Mittel vorenthält. Das ist das Gegenteil einer nachhaltigen Verkehrspolitik; es schadet dem Angebot für die Bürgerinnen und Bürger, und es schadet unserem Wirtschaftsstandort."

Der Minister wies auf das finanzielle Engagement des Landes für den ÖPNV hin. Als Beispiele nannte er die Rahmenvereinbarung mit den Verkehrsverbünden und der DB Station & Service AG über die Modernisierung von Bahnhöfen und die Beteiligung des Landes an Schienenprojekten: „Die Nordmainische S-Bahn, die Regionaltangente West, die S-Bahn nach Usingen und der Ausbau der S6 sind dringend nötige Projekte, die wir vorantreiben, um den ÖPNV attraktiver zu machen und damit die Mobilität im Rhein-Main-Gebiet zu sichern." Abseits der Ballungsräume stellten sich jedoch andere Herausforderungen: „Wo die Einwohnerzahlen sinken, müssen wir neue Wege gehen. Anruf-Sammel-Taxis, Bürgerbusse, die Einbeziehung privater Fahrten mittels digitaler Vernetzung – der ÖPNV der Zukunft muss viele Möglichkeiten nutzen."

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