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(20.10.2013)

Reisende in Niedersachsen können ab Fahrplanwechsel am 15. Dezember zwischen mehr Zügen wählen. Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) hat das Verkehrsangebot zwischen Ems und Elbe noch einmal spürbar ausgeweitet. „Wir bestellen zusätzliche Fahrten insbesondere dort, wo die Nachfrage vorhanden ist und wir mehr Menschen zum Bahnfahren motivieren", erläutert LNVG- Geschäftsführer Hans-Joachim Menn am Mittwoch in Hannover die Beweggründe. Als 100prozentige Landestochter ist die LNVG für die Bestellung und Finanzierung des Schienennahverkehrs verantwortlich und gibt dafür jährlich knapp 300 Millionen Euro aus.


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Im Unterelberaum wie auch südlich Hamburgs dürfen sich Fahrgäste über zahlreiche neue Angebote freuen. Insbesondere in den Wochenendnächten von Freitag auf Samstag wie auch von Samstag auf Sonntag (Fr/Sa und Sa/So) werden für Nachtschwärmer von Hamburg Hbf zusätzliche Fahrten nach Lüneburg (ab 3:06) und nach Bremen Hbf (ab 3:15) eingerichtet. In Richtung Stade reagiert die LNVG ebenfalls mit zusätzlichen Bestellungen auf die Reisenden-Wünsche. Das nächtliche Angebot der S-Bahn Hamburg wird durch zusätzliche Verbindungen merklich erweitert. Die Fahrten ab Hamburg Hbf um 1:28 (Fr/Sa) sowie um 3:28 (Fr/Sa und Sa/So) werden über Neugraben hinaus bis nach Stade verlängert. Für Hans-Joachim Menn ein klarer Schritt in Richtung Fahrgäste, die die neuen Verbindungen nun auch annehmen müssten. "Die Bestellung dieser Leistungen ist teuer, deshalb werden wir die Nachfrageentwicklung genau beobachten", unterstreicht der LNVG-Chef.

Auch Richtung Hamburg hat die LNVG für Reisende neue Zugverbindungen bestellt. So wird der bisher ab Bremen Hbf um 1:15 nach Rotenburg verkehrende metronom bis Hamburg Hbf verlängert. Ein neuer metronom von Uelzen (ab 0:01) nach Hamburg Hbf (an 1:17) ermöglicht Fahrgästen ebenfalls späte Reisemöglichkeiten, zum Beispiel auch von Hannover Hbf (ab 22:48 statt bisher 21:40) zu Zielen nördlich der Hansestadt Uelzen. An Freitagen wird ein neuer Verstärker vom Hundertwasser-Bahnhof (ab 14:45) nach Hamburg Hbf (an 15:45) eingesetzt, er soll für Entlastung im dichten Wochenendverkehr sorgen. Zudem werden am Wochenende einzelne nachmittägliche Fahrten der metronom-Linie Harburg–Lüneburg bereits vom bzw. bis zum Hamburger Hbf verkehren. Der nach Stade fahrende metronom-Verstärker startet zukünftig nicht mehr in Hamburg-Harburg, sondern beginnt bereits 17:39 in Hamburg Hbf. So werden die häufig vollen Taktzüge erheblich entlastet, heißt es bei der LNVG. Neu in der morgendlichen Hauptverkehrszeit ist auch ein zusätzliches Zugpaar von DB Regio zwischen Uelzen und Stendal.

Im RE-Kreuz Niedersachsen/Bremen werden Tarif und Fahrplanangebot deutlich verbessert. Besonders die Erhöhung vom Zweistundentakt auf einen Stundentakt zwischen Bremen – Bremerhaven bedeutet fühlbar mehr Komfort für Reisende.

Von Montag bis Freitag besteht ab Bremen Hbf von 5:56 durchgängig bis 21:56 jede Stunde die schnelle Verbindung nach Bremerhaven-Lehe. In der Gegenrichtung wird aus Richtung Bremerhaven der Hbf Bremen ab 6:03 ebenfalls im glatten Stundentakt bis 22:03 erreicht. Nach Osnabrück und Hannover fahren RegionalExpress-Züge (RE) künftig alternierend im Zweistundentakt, damit entstehen neue Direktverbindungen von Bremerhaven und Osterholz- Scharmbeck nach Hannover.

Zwischen Hannover und Bremen wird eine zusätzliche tägliche Verbindung offeriert. Die neue Abfahrt 0:11 ab Bremen bedient ebenso wie der bisherige letzte Zug um 23:11 alle Zwischenhalte bis Verden (Aller). Ab Hannover verkehrt ab 4:21 ein neuer Regionalexpress (RE), der Bremen um 5:39 Uhr erreicht. Um Synergieeffekte mit der Regio-S-Bahn RS 1 zu erzielen, bedienen die letzten RE von Hannover (22:21, 23:21 und 0:21) ab Verden alle Unterwegshalte und bieten so für Fahrgäste aus Verden neue Abfahrtzeiten um 23:16, 0:16 und 1:16. Bremen-Mahndorf wird als neuer Verknüpfungspunkt mit dem ÖPNV künftig im Stundentakt bedient.

Das SPNV-Angebot zwischen Osnabrück und Bremen wird vor allem am Wochenende komfortabler. Am Sonntagmorgen besteht bereits um 7:06 ab Bremen eine neue Frühverbindung, die um 8:20 Uhr Osnabrück erreicht und Fahrgästen somit einen schnellen Anschluss ins Ruhrgebiet ermöglicht. Am Sonntag verdichten die zusätzlichen Leistungen um 16:06 sowie Samstag um 20:06 von Bremen nach Osnabrück den Taktfahrplan. In der Gegenrichtung ergänzen zwei neue Verbindungen um 12:38 am Sonntag und 19:38 Uhr am Samstag das Angebot. Um auch in den Abendstunden noch eine attraktive Fahrmöglichkeit zwischen den Großstädten Osnabrück und Bremen anzubieten, wird ein zusätzliches Zugpaar angeboten werden: Neu ist die tägliche Abfahrt ab Bremen um 22:06, von Osnabrück haben Reisende ebenfalls spätere Reisemöglichkeiten bis Bremen (22:34 am Wochenende, 22:52 Montag bis Freitag, 23:52 sonntags).

Zwischen Bremen und Norddeich profitieren Bahnkunden ganz besonders. Im Zusammenspiel mit den Intercity-Zügen des DB Fernverkehrs und den RE der DB Regio wird ein einheitlicher Stundentakt zwischen Bremen und Emden angeboten. Der Fernverkehr fährt zusätzlich sechs Zugpaare zwischen Oldenburg und Emden und schließt die saisonalen Angebotslücken. Dadurch bilden die zweistündlich verkehrenden IC und die zweistündlichen RE einen verlässlichen Stundentakt mit Bedienung der gleichen Halte. Dank einer Vereinbarung zwischen LNVG und DB Fernverkehr zur Tarifintegration gilt ab Fahrplanwechsel in sämtlichen Zügen westlich von Bremen der Nahverkehrstarif. Damit werden alle Nahverkehrstickets (z. B. Niedersachsenticket, VBN-Fahrscheine) im Abschnitt Bremen – Norddeich Mole ohne Aufpreis auch in den ICs akzeptiert. Dies gilt auch im Abschnitt Norddeich – Leer für IC-Züge in und aus Richtung Münster. Für Fahrten über Bremen und Leer hinaus gilt in den IC-Zügen weiterhin der Fernverkehrstarif. Für dieses bundesweit einmalige Modellprojekt wurde der LNVG der Deutsche Schienenverkehrs-Preis 2013 in der Kategorie „Innovation" vom Deutschen Bahnkunden-Verband e.V. verliehen.

Auch im Netz der Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen (RSBN) ergeben sich zum Fahrplanwechsel zahlreiche Verbesserungen. Reisende, die bisher täglich um 0:10 den Zug der NordWestBahn (NWB) auf der RS 1 von Bremen nach Verden genutzt haben, können ab Fahrplanwechsel in gleicher Zeitlage erstmals mit dem RE fahren, der bis Verden zudem alle Zwischenhalte bedient. In den Wochenendnächten ergänzt die NWB-Fahrt um 1:11 ab Bremen bis Verden das Angebot für Nachtschwärmer. Für Kunden ab Verden besteht weiterhin eine späte Fahrmöglichkeit um 23:16 mit dem RE aus Hannover, der bis Bremen alle Unterwegshalte bedient und um 23:42 in der Hansestadt eintrifft.

Auf der RS 2 Bremerhaven-Lehe – Bremen – Twistringen dürfen Bahnnutzer ebenfalls zwischen mehr Nahverkehrszügen wählen. Am Wochenende gibt es aufgrund des Wunsches vieler Reisender um 1:14 eine neue Verbindung ab Bremen Hbf nach Twistringen, und in der Gegenrichtung startet um 23:21 ab Twistringen eine zusätzliche Fahrt, die um 23:55 in Bremen eintrifft. An Freitagen wird die bisherige Fahrtmöglichkeit um 14:12 Uhr von Bremen nach Bremerhaven-Lehe auf 16:12 verschoben. Dieses Angebot wird auch deshalb möglich, weil um 13:56 ab Bremen ein neuer RE der DB Regio nach Bremerhaven fährt. Auf der RS 3 Bremen – Bad Zwischenahn verkehrt der bisherige RE „Schülerzug" 13:42 ab Oldenburg bis Hude im System der RSBN und wird bis Bremen Hbf durchfahren. Eine abendliche Fahrt von Oldenburg nach Bad Zwischenahn wird nun auch am Sonntag um eine Stunde nach hinten verschoben auf 20:58.

Im Weser-Elbe-Netz können Fahrgäste den Sonntagszug um 8:36 von Bremerhaven nach Cuxhaven künftig ganzjährig nutzen, das Pendant in Gegenrichtung verlässt Cuxhaven ebenfalls sonntags um 8:39. Am Samstagabend gibt es auf Wunsch vieler Fahrgäste eine neue Verbindung um 19:30 ab Bremervörde nach Buxtehude, in die Gegenrichtung startet der Zug um 20:42.

Im Heide-Kreuz wird für Reisende eine Taktlücke am Samstagabend durch ein zusätzliches Zugpaar zwischen Hannover Hbf und Soltau geschlossen (Hannover ab 20:51, Soltau ab 21:41). Darüber hinaus wird von Mo-Fr auch das erste Zugpaar nicht mehr in Bennemühlen, sondern in Hannover Hbf (an 5:08, ab 4:51) enden bzw. beginnen. Bahnnutzer ersparen sich dadurch in Bennemühlen den Umstieg.

In Südniedersachsen wird die NWB auf den Strecken Ottbergen – Bodenfelde – Göttingen und Holzminden – Kreiensen den Betrieb aufnehmen. Zwischen Ottbergen und Göttingen wird das Angebot ab 15. Dezember deutlich ausgeweitet, die LNVG hat dort mit einem Stundentakt etwa doppelt so viele Zugverbindungen bestellt wie bisher. Durch die neue Linienführung Paderborn – Kreiensen erübrigt sich für Reisende zudem der Umstieg in Holzminden. Das wird mehr Menschen zum Bahnfahren motivieren, sind sich die Verkehrsexperten sicher.

Im Netz der S-Bahn Hannover wird mit Sprinter-Zügen zwischen Hannover und Hameln bzw. Barsinghausen das Angebot in den Hauptverkehrszeiten wesentlich verbessert. Durch eine Konzentration auf die aufkommensstärksten Bahnhöfe erreicht die S-Bahn ihre Ziele noch schneller. Die neuen Züge verkehren Mo-Fr stündlich von Hameln zwischen 5:33 und 7:33 bzw. von Hannover Hbf zwischen 13:44 und 17:44. In Hameln bestehen sehr gute Anschlüsse zur Weserbahn Richtung Rinteln und Elze. Übervolle Züge werden in diesen Abschnitten der Vergangenheit angehören, gibt man sich bei der LNVG zuversichtlich.

 

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