(20.11.2012)
Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) bietet in der am 9. Dezember beginnenden Fahrplanperiode erneut mehr U-Bahn, Bus und Tram: Das Leistungsangebot wird im Fahrplanjahr 2013 um weitere ca. 1,6 Prozent ausgebaut. Geplant sind Verbesserungen auf rund 30 Bus- und Bahnlinien im gesamten Stadtgebiet.
Dichtere Takte und neue Linien
„Neue Linien und teilweise umfangreiche Taktverdichtungen sind die Highlights in der neuen Fahrplanperiode ab 9. Dezember", erläutert MVG-Chef Herbert König. „Bei der U-Bahn verstärken wir insbesondere die U2 und U3, bei der Tram starten die neuen Linien 22 zur Hochschule Mün-chen und 28 als Verstärkung für die Tram 27. Außerdem geht der neue MetroBus 62 in Betrieb, als beschleunigter Nachfolger des heutigen StadtBus 152. Darüber hinaus profitieren unsere Busfahrgäste von größeren Fahrzeugen und vielen zusätzlichen Fahrten auf mehreren Linien. Unser Angebot ist damit rund 20 Prozent größer als 2001." Und auch künftig stehen die Zeichen auf Ausbau. König: „Ende 2013 – zum nächsten Fahrplanwechsel – wollen wir bei der U-Bahn den 2-Minuten-Takt einführen und auch das Tram- und Busangebot weiter verdichten. Für alle drei Betriebszweige kommen bis dahin auch zusätzliche Fahrzeuge: der neue U-Bahnzug vom Typ C2, der Avenio für die Tram sowie weitere Gelenkbusse und erstmals auch Busse mit Anhängern für den Spitzenbedarf im Berufs- und Schülerverkehr."
Mit dem diesjährigen Fahrplanwechsel sind einige Besonderheiten ver-bunden, die sich aus der Baustellen- und Fahrzeugsituation ergeben:
- Die Tram 19 fährt während des gesamten Fahrplanjahres (9.12.2012 bis 14.12.2013) wegen umfangreicher Bauarbeiten in der Landsberger Straße und im Pasinger Zentrum nur bis zum Willibaldplatz statt bis nach Pasing. Ersatzweise sind Busse im Einsatz.
- Für die Linien 15/25 und 22 gelten anfangs Übergangsfahrpläne, die die geplanten Taktverdichtungen noch nicht berücksichtigen. Statt-dessen setzt die MVG – zusätzlich zum veröffentlichten Fahrplan – Verstärkerzüge ein, um das Angebot in Spitzenzeiten weiter zu verbessern. Hintergrund dieser Übergangslösung: Die 14 neuen Tramzüge vom Typ Variobahn können noch nicht voll eingeplant wer-den. Nach einem Serienschaden an den Gummikörpern der Radreifen tauscht der Hersteller derzeit sämtliche Räder aus. Über den Winter wird sich zeigen, ob die neuen Gummikörper haltbar sind und die Züge endgültig zugelassen werden können. Einsatzbereite Variobahn-Züge übernehmen bis dahin die oben genannten Verstärkerfahrten. Außerdem kommen bis zu fünf Altbau-Züge vom Typ P zum Einsatz.
- Erneut hinzuweisen ist außerdem auf die geplante Sperrung im Nordabschnitt der U6: Wegen Gleis- und Brückenbauarbeiten fahren vom 20. Mai bis August 2013 keine Züge zwischen Studentenstadt und Kieferngarten. Stattdessen verkehren Busse auf diesem Abschnitt sowie zwischen Nordfriedhof und Fröttmaning (zusätzliche Expresslinie).