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(07.03.2014)

Der zweite Bahngipfel in Saarbrücken brachte am 07.03.2014 mehrere gute Nachrichten für das Saarland. „Bis Ende 2017 investiert die Deutsche Bahn im Saarland insgesamt 300 Millionen Euro, davon allein 290 Millionen Euro in die Infrastruktur", erklärte der DB-Vorstandsvorsitzende Dr. Rüdiger Grube: „Die geleisteten und die geplanten Investitionen zeigen, wie stark sich die Bahn hier engagiert." Bereits im Zeitraum von 2008 bis 2012 wurden 290 Millionen Euro von der DB investiert. Für das laufende Jahr sind Investitionen in die Eisenbahninfrastruktur von rund 60 Millionen Euro geplant.


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„Ich begrüße das Engagement der Deutschen Bahn im Saarland ausdrücklich," sagt Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer. „Im Herzen von Europa darf nicht der Eindruck entstehen, dass unser Land von wichtigen Verkehrsströmen abgehängt wird. Beim heutigen Gipfel konnten wir Einigkeit darüber erzielen, wie bedeutsam Saarbrücken für die Verbindung Frankfurt/Paris ist. Ich freue mich, dass das Saarland auch auf den Gleisen weiter die Brücke zwischen beiden Ländern schlagen wird. Eine gehaltene Verbindung, Investitionen in den Standort und das Schaffen von Arbeitsplätzen - ich werte dies als ein klares Bekenntnis der Deutschen Bahn zum Standort Saarbrücken. Beide wissen um die Bedeutung der Deutschen Bahn für diese Region."

Anke Rehlinger, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr: „Mir ist es wichtig, dass wir das Thema Angebotsqualität gemeinsam angehen. Mehr Zugbegleiter tagsüber - das ist zum Beispiel eine wichtige Voraussetzung dafür, Sicherheit und Service für die Fahrgäste im Nahverkehr zu verbessern. Das Land beteiligt sich deshalb an den Kosten. Unser Ziel ist es, in Zukunft ganztägig eine Begleitung in allen Nahverkehrszügen zu haben. Darüber hinaus müssen wir gemeinsam auch die Sicherheit und Sauberkeit der Haltepunkte und Bahnhöfe voran bringen. Im Rahmen des Bahnhofsentwicklungsprogramms hat das Land in den letzten Jahren schon rund 38 Mio. Euro investiert. In den nächsten Jahren werden weitere 10,7 Mio. Euro dazukommen."

Die DB wird in den kommenden Jahren über 100 neue Arbeitsplätze im Saarland schaffen. DB Schenker, die Logistiksparte der Deutschen Bahn, will künftig von Saarbrücken aus die Verkehre nach Frankreich, Spanien und Portugal disponieren. Bis 2015 werden so 50 neue Arbeitsplätze im Saarland entstehen. Auch im Logistikzentrum von DB Schenker in Saarlouis sind bis 2016 rund 60 neue Arbeitsplätze geplant. Bei DB Schenker Rail, dem Schienengüterverkehr der DB, sollen bis 2016 in der Servicestelle Saarbrücken 25 neue Arbeitsplätze entstehen.

Beim Bahngipfel 2010 hatte das saarländische Verkehrsministerium vorgeschlagen, die Präsenz von Zugbegleitern in den Zügen weiter zu stärken und dadurch das Sicherheitsgefühl bei den Reisenden zu erhöhen. Die DB hatte den Vorschlag aufgegriffen und seit Ende 2010 jeden Nahverkehrszug ab 19 Uhr mit Zugbegleitern besetzt. Bis zu 100 neue Arbeitsplätze werden ab 2018 im Saarland entstehen, wenn die Ausschreibung der Nahverkehrsleistungen mit hundertprozentiger Besetzung der Züge durch Zugbegleiter abgeschlossen ist.

„Die hundertprozentige Besetzung der Züge mit unseren Zugbegleitern – unter finanzieller Beteiligung des Landes - wird den Nahverkehr im Saarland noch sicherer, sauberer und serviceorientierter machen", so Dr. Rüdiger Grube. Bereits ab Dezember werden durch die Verlängerung der Öffnungszeiten fünf neue Arbeitsplätze im Reisezentrum im Hauptbahnhof Saarbrücken entstehen. Auch im laufenden Jahr werden 31 Auszubildende im Saarland von der DB eingestellt.

Unvermindert erfolgreich ist mit 64 Prozent Auslastung des Hochgeschwindig-keitsverkehrs nach Paris. Seit dem Start im Juni 2007 haben sich bereits über 4,3 Millionen Reisende für den ICE oder TGV auf dem Reiseweg über Saarbrücken entschieden. Zwischen Paris und der saarländischen Landeshauptstadt fuhren 770.000 Reisende in den grenzüberschreitenden Hochgeschwindigkeitszügen der Kooperation zwischen DB und SNCF. Die Verbindung ist von zentraler Bedeutung für die Anbindung des Saarlandes und der Großregion an den europäischen Hochgeschwindigkeitsverkehr und damit für die wirtschaftliche Entwicklung. Dies wurde zuletzt durch die deutsch-französische „Erklärung von Baudrecourt" unterstrichen, in der die Partner die Rolle dieser Verbindung für die Lebensqualität und die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der Region hervorhoben. In diesem Zusammenhang wurden auch weitere Ausbaumaßnahmen gefordert, um gemäß der Vereinbarung von La Rochelle die Wettbewerbsfähigkeit mit der Verbindung über Straßburg gewährleisten zu können. Eine deutsch-französische Arbeitsgruppe hat zwischenzeitlich Vorschläge für Maßnahmen erarbeitet, die bereits zum Bundesverkehrswegeplan 2015 angemeldet wurden.

Aufgrund der sehr guten Auslastung hatte das Saarland angeregt, eine Aufstockung der Zugkapazitäten zu prüfen. Ab März 2012 konnte mit dem Einsatz des TGV „Euroduplex" bei der besonders stark nachgefragten Abendverbindung (19.01 Uhr ab Saarbrücken) die Kapazität auf der Strecke nach Paris um 1.000 Plätze pro Woche erhöht werden. Durch die Anmietung eines weiteren TGV im Dezember wurde die Kapazität weiter erhöht und die Angebotsqualität stabilisiert. Auch der in Zukunft für den Einsatz im grenzüberschreitenden Hochgeschwindigkeitsverkehr vorgesehene ICE der Baureihe 407 verfügt gegenüber der bislang eingesetzten Baureihe 406 mit 444 Sitzplätzen über mehr Kapazität. Im Zusammenhang mit dem Einsatz der neuen ICE-Züge soll auch die seitens des Saarlandes vorgeschlagene Erhöhung der Zugpaare auf dieser Verbindung geprüft werden.

2013 wurde das erfolgreiche Konzept der 2004 geschlossenen Rahmenvereinbarung „Bahnhofsentwicklungsprogramm" fortgesetzt. Die Ende 2012 ausgelaufene Rahmenvereinbarung umfasste 29 Projekte, von denen insgesamt 23 abgeschlossen sind (zum Beispiel Mettlach, Homburg (Saar), Lebach) oder derzeit noch umgesetzt werden (Neunkirchen, Merzig, Quierschied und Saarbrücken-Burbach). Die Bahnhöfe Merzig, Neunkirchen und Saarbrücken-Burbach werden mit Aufzügen stufenfrei ausgebaut. Sechs noch nicht begonnene Projekte (Türkismühle, Bübingen, Güdingen, Eppelborn, Hanweiler-Bad Rilchingen, Sulzbach(Saar)) wurden in die neue Rahmenvereinbarung überführt.

Die neue Rahmenvereinbarung beinhaltet insgesamt 16 mit dem Saarland abgestimmte Projekte mit einem Gesamtwertumfang von rund 22,4 Millionen Euro, davon rund 10,7 Millionen Euro aus Mitteln des Saarlandes. In einem Projekt ist die Ausrüstung weiterer 22 Stationen zusammengefasst. (Auersmacher, Besch, Bierbach, Bildstock, Fischbach-Camphausen, Fremersdorf, Friedrichsthal (Saar), Hassel (Saar), Hofeld, Jägersfreude, Luisenthal (Saar), Namborn, Nennig, Niedaltdorf, Nohfelden, Oberlinxweiler, Perl, Rentrisch, Schafbrücke, Schiffweiler, Sulzbach Altenwald, Wiebelskirchen) Damit werden im Jahr 2014 alle Stationen im Saarland mit dynamischen Schriftanzeigern ausgestattet sein.

An insgesamt 15 Stationen (Auersmacher, Bexbach, Bierbach, Blieskastel-Lautzkirchen, Bübingen, Dirmingen, Eppelborn, Güdingen, Hanweiler-Bad Rilchingen, Landsweiler-Reden, Ottweiler (Saar), Perl, Schiffweiler, Sulzbach (Saar), Türkismühle) werden die vorhandenen Bahnsteige und die Beleuchtung erneuert sowie der Wetterschutz und die Ausstattung modernisiert.

Für den barrierefreien Umbau des Bahnhofs Türkismühle werden von Mai 2014 bis Dezember 2015 insgesamt 5,5 Millionen Euro unter anderem in neue Bahnsteige und Aufzüge investiert. Gleichzeitig erhalten vier weitere bislang nicht stufenfrei erschlossene Stationen (Bexbach, Güdingen, Ottweiler, Sulzbach) einen stufenfreien Zugang zu den Bahnsteigen. Im Saarland sind bereits in den vergangenen Jahren zahlreiche Stationen umgebaut worden. Die Bahnhöfe Saarbrücken, Homburg, St. Ingbert, Brebach und Saarlouis wurden durch den Einbau von Aufzugsanlagen stufenfrei erschlossen. In Merzig Stadtmitte, Beckingen, Kleinblittersdorf, Limbach, Lebach, Illingen, Wemmetsweiler, Fischbach-Camphausen, Friedrichsthal-Mitte, St. Wendel, Nohfelden, Mettlach und Baltersweiler wurde der stufenfreie Zugang durch Rampen erreicht.

Das Konjunkturprogramm des Bundes war nach dreijähriger Planungs- und Bauzeit Ende 2012 erfolgreich abgeschlossen worden. Rund fünf Millionen Euro flossen dabei in 28 Bahnhöfe im Saarland. So wurden beispielsweise die Empfangsgebäude der Bahnhöfe in Homburg (Saar) und St. Wendel energetisch saniert. In den Hauptbahnhöfen von Saarbrücken und Saarlouis profitieren die Reisenden von neuen Fahrgastinformationsanlagen oder Dynamischen Schriftenanzeigern, die aktuelle Informationen auf dem Bahnsteig anzeigen. Außerdem wurde das Erscheinungsbild von verschiedenen Bahnhöfen verbessert, darunter St. Wendel und Saarhölzbach. Hierzu gehörte unter anderem die umfangreiche Sanierung vorhandener Bahnsteige. Fahrgäste in Homburg profitieren von sanierten Bahnsteigdächern. Darüber hinaus war in neue Beleuchtungsanlagen und Schraffuren für mehr Sicherheit investiert worden.

Bis Ende 2017 investiert die Deutsche Bahn im Saarland 300 Millionen und setzt damit die umfangreichen Investitionen im Saarland fort. Zu den größten Einzelmaßnahmen gehört die Elektrifizierung des sechs Kilometer langen Abschnittes zwischen Türkismühle und Neubrücke (Nahe) für 6,3 Millionen Euro und neue Signaltechnik am Haltepunkt Oberlinxweiler für rund eine Million Euro.

Die Deutsche Bahn wird auch weiterhin mit Nachdruck den Ausbau des Nordastes der Schnellverbindung Paris–Ostfrankreich–Südwestdeutschland (POS Nord) über Saarbrücken verfolgen. Es wird beabsichtigt, alle im Rahmen des Bundesverkehrswegeplans 2003 geplanten Maßnahmen bis voraussichtlich Ende 2015 abzuschließen. Die in der Erklärung von Baudrecourt vom 20. April 2009 angesprochenen Zusatzmaßnahmen zur weiteren Ertüchtigung dieser Strecke werden im Rahmen einer Arbeitsgruppe untersucht. Die grenzüberschreitende POS-Untersuchungsgruppe hat im Juni 2012 eine Studie in Auftrag gegeben.

Die Abschnitte des Lärmsanierungsprogramms des Bundes im Saarland befinden sich an den Strecken Saarbrücken–Homburg, Saarbrücken–Karthaus und Saarbrücken–Bingen. Zwischen 2015 und 2017 sollen Schallschutzwände in Mettlach (250 Meter), in Merzig und im Knoten Saarbrücken (je rund 5,1 Kilometer), Beckingen (400 Meter), St. Ingbert und Homburg (Saar) (je rund 1,6 Kilometer) gebaut werden. Weitere Streckenabschnitte mit angrenzender Wohnbebauung werden derzeit in Völklingen (ein Kilometer), Bous (passiver Schallschutz), Ensdorf (ein Kilometer), Saarlouis (vier Kilometer) und Dillingen (200 Meter) schalltechnisch untersucht.

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