(01.03.2012)
Der letzte Schienenstoß der neuen Hamburger U-Bahn-Linie U4 ist verschweißt. Die bislang noch bestehende Lücke zwischen der HafenCity und der Hamburger Innenstadt ist geschlossen. Diesen Meilenstein des Großprojektes der Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) feierten die Gleisbauer heute (28.02.2012) im U4-Tunnel.
Die Gleisbauarbeiten für die neue U-Bahnverbindung in die Hamburger HafenCity sind so gut wie abgeschlossen. In den beiden jeweils 4 Kilometer langen Tunneln sind in den vergangenen Monaten über 25 000 Tonnen Schotter eingebracht und verteilt, knapp 12 000 Schwellen eingebaut und insgesamt 16 Kilometer Schienenstrang verlegt worden. Die letzte Lücke zwischen der HafenCity und der Hamburger Innenstadt konnte heute mit dem Verschweißen des letzten Schienenstoßes direkt vor der Haltestelle Jungfernstieg geschlossen werden.
Ulrich Sieg, HOCHBAHN-Vorstand für Betrieb und Infrastruktur: „Das symbolische Verschweißen des letzten Schienenstoßes ist ein wichtiger Meilenstein. Damit liegen wir auch hier im Zeitplan. Unser besonderer Dank gebührt den Gleisbauern, die einen wirklich guten Job gemacht haben. Es ist eine Arbeit, die nicht nur körperlich anstrengend ist, sondern auch höchste Präzision verlangt."
Das Verschweißen des letzten Schienenstoßes erfolgt im so genannten Thermitschweißverfahren. Überall dort, wo große Maschinen nicht eingesetzt werden können, wie z.B. im Tunnel, greifen die Gleisbauer zu diesem Verfahren: Auf die Lücke zwischen den Schienen wird eine Gießform als Verschalung angebracht. Ein Formsand aus Quarzsand und Schamotterde schützt die Verschalung vor der Hitze. Die Schiene wird dann auf etwa 1000°C vorgeheizt. Anschließend wird ein Behälter mit einer Thermitmischung aus Eisenoxid und Aluminum auf die Verschalung gesetzt und mit einem speziellen pyrotechnischen Anzünder entzündet. Hierbei werden Temperaturen von mehr als 2400°C erreicht. Die entstehende Eisenschmelze fließt in die Lücke und verbindet die Schienen. Im Anschluss erfolgt mit höchster Präzision das Schleifen des Schienenstoßes.
Nach Abschluss der Gleisbauarbeiten erfolgt der Einbau der Signal-und Kommunikationstechnik. Parallel dazu läuft der Ausbau der Haltestellen Überseequartier und HafenCity Universität. Im Herbst diesen Jahres wird die U4 in Betrieb genommen.