2017
Zehn Tage vor der Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels (GBT) hat die SBB wie angekündigt einen zweiten ausserordentlichen Testtag durchgeführt. Um die künftige Betriebssituation realitätsnah zu testen, verkehrten gestern die Intercity- und Eurocity-Züge sowie ein Grossteil der Güterzüge am Gotthard durch den längsten Eisenbahntunnel der Welt. Der Härtetest verlief erfolgreich, es gab keine negativen Auswirkungen auf die Reisenden.
Mit dem Fahrplanwechsel am Sonntag, dem 11. Dezember, werden auch einige Fahrplanänderungen bei Abellio Rail Mitteldeutschland wirksam. Hier die wesentlichsten Neuerungen, von denen einige auch nur zeitweise durch Baumaßnahmen eintreten:
Ab dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember profitieren Fahrgäste auf den Regionalexpress- Linien 1, 4, 5, 6 und 11 sowie der Regionalbahn-Linie 33 von zusätzlichen Zugfahrten und optimierten Linienverläufen. Das um jährlich 1,35 Millionen Zugkilometer erweiterte Angebot bringt DB Regio NRW im Auftrag von Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, Nahverkehr Westfalen-Lippe, Nahverkehr Rheinland, Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord und Nordhessischem Verkehrsverbund auf die Schiene. Mit dieser Qualitätssteigerung werden bereits jetzt die Weichen zum RRX-Vorlaufbetrieb gestellt, der zwischen Ende 2018 und 2020 Fahrt aufnimmt. Für das verbesserte Angebot erhöht das Land Nordrhein-Westfalen seine Fördermittel für den Schienenpersonennahverkehr auf die Rekordsumme von über eine Milliarde Euro jährlich.
Das Grossereignis des Fahrplanwechsels im Dezember 2016 ist die Eröffnung des 57 Kilometer langen Gotthardbasistunnels. Damit verkürzen sich die Reisezeiten aus dem Aargau ins Tessin um rund eine halbe Stunde. Im Schatten dieses nationalen Ereignisses erscheinen die Anpassungen im Kanton Aargau eher bescheiden. Der eingeschränkte finanzielle Rahmen macht auch vor dem öV nicht Halt: Wünschenswertes wird zurückgestellt. Die teils länger andauernden intensiven Bautätigkeiten machen weiterhin gewisse Einschränkungen in der Bedienung der Bahnhöfe notwendig oder es fallen temporär Anschlüsse weg.
Nicht nur an den Adventssamstagen bieten die S-Bahnen rund um Köln ein verbessertes Angebot: Ab dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 steht den Fahrgästen der S13/19 zwischen Düren und Sindorf an Werktagen in den Nebenverkehrszeiten ein neuer 20-/40 Minuten-Takt zur Verfügung. Dieser ersetzt den bisherigen 60-Minuten-Takt und bindet Düren besser an die weiterführenden Linien an. Zudem wird auf diesem Abschnitt an Samstagen in den frühen Abendstunden ganzjährig ein 30-Minuten-Takt angeboten.
Ab dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 wird der vor einem Jahr eingeführte „Aachen-Köln-Express“ (RE1/AKX) morgens rückverlängert. Die neue „Schnellfahrt“ startet um 06:41 Uhr in Geilenkirchen. Sie ersetzt die bisherige Verstärkerfahrt der „euregiobahn“, die bisher um 06:39 Uhr ab Geilenkirchen fuhr. Berufspendler profitieren von einer 20-minütigen Fahrtzeitverkürzung: Die direkte Verbindung von Geilenkirchen über Aachen (Ankunft 07:08 Uhr) nach Köln (Ankunft 07:54 Uhr) dauert nur noch 73 Minuten. Vorher betrug die Fahrtzeit für Pendler 93 Minuten. Die bisherige zweite Verstärkerfahrt von Geilenkirchen (ab 07:47 Uhr) nach Aachen entfällt hingegen ersatzlos. Nachmittags wird der „AKX“ um 15:56 Uhr ab Köln Messe/Deutz nach Aachen beschleunigt und erreicht Aachen sechs Minuten früher.
Das ICE-Angebot zwischen Frankfurt/Main und Brüssel wird zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember ausgeweitet. Aus diesem Anlass wurde heute im Bahnhof Brüssel-Süd (Bruxelles-Midi/Brussel-Zuid) ein ICE der Deutschen Bahn (DB) auf den Namen der belgischen Hauptstadt getauft. Die Namensgebung nahmen Birgit Bohle, Vorstandsvorsitzende der DB Fernverkehr AG, Bart De Groote, Vorstand Marketing und Verkauf der belgischen Staatsbahn SNCB/NMBS, und Alain Courtois, Erster Schöffe der Stadt Brüssel und Vertreter des Bürgermeisters, vor.
Das nationale Bahnangebot wird zum Fahrplanwechsel ab dem 11. Dezember 2016 erweitert. Die grösste Veränderung im kommenden Fahrplan bildet die Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels. Die Reisezeit auf der Nord-Süd-Achse verkürzt sich um rund 30 Minuten. Über die Gotthard-Panoramastrecke verkehren die Züge weiterhin im Stundentakt. Ab Frühling 2017 fahren zusätzlich der «Gotthard Panorama Express» und Wochenend-Extrazüge. Auf dem restlichen Netz kommt es zu kleineren Änderungen im Fern- und Regionalverkehr. Das Fahrausweissortiment wird ausgebaut, und die angekündigten Tarifmassnahmen treten in Kraft. Zudem schafft SBB Cargo einen Taktfahrplan für den Wagenladungsverkehr mit einer höheren Bedienfrequenz bei den Kunden und mehr Expressverbindungen über Nacht.
Der AUTOZUG Sylt befördert ab sofort sechs Mal täglich Pkw und Kleintransporter (max. 2,10 m Höhe) auf der Syltstrecke – und dies an sieben Tagen in der Woche.
Zum Fahrplanwechsel am Sonntag, dem 11. Dezember startet im RMV ein Schnellbusnetz und auf zahlreichen Linien im ganzen RMV-Gebiet fahren mehr Züge.