(10.07.2013)
„Auch im Nachbarland Bayern werden die guten Leistungen der Erfurter Bahn anerkannt. Deshalb wurde sie erneut mit dem grenzüberschreitenden Schienennahverkehr zwischen Meiningen und Schweinfurt – dem Bahnnetz ‚Kissinger Stern' – von der federführenden Bayerischen Eisenbahngesellschaft beauftragt. Das ist ein starkes Signal für die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Erfurter Unternehmens", sagte heute (05.07.2013) in Erfurt Verkehrsminister Christian Carius zur offiziellen Vertragsunterzeichnung im Schweinfurter Rathaus.
„Neben der Verbindung im Zweistundentakt zwischen Meiningen und Schweinfurt in Unterfranken haben wir die Erfurter Bahn im vergangenen Jahr durch die Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen auch mit einer zweistündlichen Expressverbindung zwischen Gera und Hof in Oberfranken beauftragt. So wirkt die Erfurter Bahn nun neben der Deutschen Bahn erheblich an der engen Verknüpfung des Schienenverkehrs zwischen Thüringen und Bayern mit", so Carius weiter. „Dabei hat sich unsere Vergabekonzeption der Bahnnetze auch grenzüberschreitend erneut bewährt. Über 75 Prozent der Leistungen im Schienpersonennahverkehr haben wir mittlerweile öffentlich ausgeschrieben. So stärken wir den Wettbewerb auf der Schiene. Wir werden damit dem Nahverkehr in Thüringen eine neue Qualität geben."
Der ‚Kissinger Stern' umfasst 1,57 Millionen Fahrplankilometer auf den Strecken Meiningen – Schweinfurt und Schweinfurt – Bad Kissingen – Gemünden. Auf Thüringen entfallen dabei gut 140.000 Fahrplankilometer. Die Erfurter Bahn wird auch künftig Fahrzeuge der Bauart Regio-Shuttle RS 1 mit rund 70 Sitzplätzen und einem barrierefreien Mehrzweckraum mit mindestens einem Rollstuhlplatz einsetzen. Der Vertrag hat eine Laufzeit von zwölf Jahren (2014 - 2026). Er ist Bestandteil der Vergabekonzeption zur zweiten Fortschreibung des Nahverkehrsplans Thüringen.