(04.07.2013)
Die DB Regio AG wird die von ihr bislang gefahrenen Eisenbahnstrecken Göttingen - Kreiensen - Bad Harzburg, Göttingen - Northeim - Nordhausen, Bodenfelde - Northeim, Braunschweig - Seesen - Osterode - Herzberg, Braunschweig - Schöppenstedt und Braunschweig – Salzgitter- Lebenstedt auch künftig bedienen. Die Nahverkehrstochter der DB Mobility Logistics AG behauptet sich damit in einem europaweiten Teilnahmewettbewerb, zu dem Ende letzten Jahres die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG), der Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB), der Nordhessische Verkehrsverbund wie auch das Thüringische Verkehrsministerium im EU-Amtsblatt aufgerufen hatten.
Der neue Verkehrsvertrag beginnt zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014, hat eine Laufzeit von 15 Jahren und umfasst knapp 3,7 Millionen Zugkilometer jährlich. „Mit dem Zuschlag an die DB Regio AG erzielen wir im Vergleich zum jetzigen Verkehrsvertrag erneut einen Wettbe- werbsgewinn und erhalten zukünftig ein besseres Fahrplanangebot für weniger Steuergeld", freut sich LNVG-Chef Hans-Joachim Menn, dessen Gesellschaft zwischen Ems und Elbe den Nahverkehr auf der Schiene organisiert und dafür jährlich knapp 300 Millionen Euro ausgibt.
Reisende bekommen ab Dezember 2014 zwischen Salzgitter-Lebenstedt und Braunschweig und von Braunschweig über Wolfenbüttel nach Schöppenstedt ein deutlich besseres Fahrplan- angebot. „Auf diesen Strecken werden wir Montag bis Freitag das Angebot von einem Zwei- Stunden- auf einen Stundentakt verstärken und am Wochenende im Zwei-Stundentakt fahren", so ZGB-Verbandsdirektor Hennig Brandes. Auf anderen Strecken dürfen sich die Fahrgäste abends oder am Wochenende ebenfalls über neue Zugverbindungen freuen, alles in allem erhöht sich das jährliche Fahrtenprogramm im Dieselnetz Niedersachsen Südost um rund 250.000 Zugkilometer. Die Qualitätsverbesserungen werden auch in den Zügen selbst sichtbar. Auf Info-Monitoren können sich Reisende künftig über ihre Anschlüsse wie auch etwaige Verspätungen informieren. Darüber hinaus steigt die Zahl der Zugbegleiter: In 70 % aller Züge werden künftig Kundenbetreuer mitfahren und Fahrgästen mit Rat und Tat zur Seite stehen. „Das erhöht die Sicherheit und verbessert den Service", sind sich Menn und Brandes einig.