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(13.05.2012)

Logo probahn OesterreichIn der öffentlichen Diskussion werden die drei großen Tunnelprojekte Semmering, Brenner- Basistunnel und Koralm undifferenziert wahrgenommen und samt und sonders als Projekte dargestellt, die sich betriebswirtschaftlich nicht rechnen. Beim Straßenbau ist man da großzügiger, dort wird die Diskussion über Autobahnen, Schnellstraßen, Landes- und Gemeindestraßen gar nicht geführt. Auch diese rechnen sich wirtschaftlich nicht!


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Allerdings ist beim Bahnausbau zu kritisieren, dass dieser nicht nach Prioritäten erfolgt, sondern von Landeshauptleuten politisch bestimmt wird und nicht auf Basis eines integralen Taktfahrplanes. Die Schweiz haben mit ihrem Projekt „Bahn 2000" gezeigt, wie es gehen muss. Dort wurde mittels Volksabstimmung 1985 beschlossen, welche Bahnprojekte wann Sinn ergeben, um einen attraktiven Fahrplan verwirklichen zu können.

Am Beispiel der Koralmbahn lässt sich allerdings aufzeigen, dass Österreichs Bahntunnel differenziert betrachtet werden müssen. Einerseits wird die neue Südbahn ihre Fahrgastpotenziale Wien – Klagenfurt wecken können, andererseits sind schon jetzt die Auswirkungen auf den Grazer Nahverkehr beträchtlich. Seit Dezember 2010 fahren die neue Triebwagen der GKB (Graz Köflacher Eisenbahn) über die Koralmbahn zwischen Werndorf und Wettmannstätten und ermöglichen dadurch einen attraktiven S-Bahn-Verkehr im Großraum Graz. Als S-6 fährt man nun über die neue Strecke um 15 Minuten schneller von Deutschlandsberg nach Graz. Für Pendler bedeutet dies jeden Tag eine halbe Stunde, übers Jahr rund 12 Tage mehr an Freizeit!

Laut steierischer Landesverkehrsplanung sind die ersten aussagekräftigen Frequenzdaten erfreulich. Die S-Bahn konnte in diesem Bereich in einem Jahr über 900 Fahrgäste pro Tag zulegen, d.s. ca. 20 % bei steigender Tendenz!

Der Semmingtunnel hat sowohl für die neue Südbahn mit beträchtlichen Fahrzeitgewinnen zwischen Wien und Klagenfurt als auch für den internationalen Güterverkehr eine hohe Verkehrswirksamkeit. Die Frage stellt sich,:"Wo waren die Kritiker als die Schnellstraße über den Semmering gebaut wurde?"

Einzig der Brenner-Basistunnel rechtfertigt seine Priorität nicht und ist zurückzustellen. Immerhin sind dadurch in den nächsten Jahren ein Viertel des Infrastruktur-Budgets des Bundes durch den BBT gebunden, was dem innerösterreichischen Bahnnetz entzogen wird. Der BBT ist ein internationales Projekt, sollte auch von der EU zur Gänze finanziert werden und kann nicht dem kleinen Transitland Österreich aufgebürdet werden.

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