(28.04.2012)
„In Thüringen rollt der Verkehr. Aufgrund der bundesweit höchsten Investitionen (pro Kopf) seit 1990 in das Straßen- und Schienennetz haben wir eine hervorragende Verkehrsinfrastruktur. Davon profitiert die Güter- und Logistikbranche. Aber Mobilität darf angesichts der hohen Kraftstoffpreise nicht zum Luxus werden." Davor warnte Verkehrsminister Christian Carius anlässlich der Jahreshauptversammlung des Landesverbandes Thüringen des Verkehrsgewerbes (LTV) am Samstag (28. April 2012) in Weimar.
„Die Schmerzgrenze ist erreicht, teilweise sogar schon überschritten", so der Minister weiter. „Deshalb haben wir gehandelt und die Benzinpreisbremse auf den Weg gebracht. Denn die massiven und unvorhergesehenen Preissprünge an den Tankstellen verlangen nach mehr Verlässlichkeit, Transparenz und Wettbewerb. Die Bundesregierung ist jetzt gefordert für gesetzliche Regelungen für eine faire und offene Preiskalkulation der Mineralölkonzerne zu sorgen."
Der Minister betonte zudem, dass eine Lockerung des Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw vonnöten ist. „Die Bundesregierung ist aufgefordert zu prüfen, ob an nicht bundeseinheitlichen Feiertagen das deutschlandweite Autobahnnetz für den Güter- und Logistikverkehr komplett freigegeben wird." Davon sind sind die Feiertage „Heilige Drei Könige", „Fronleichnam", „Allerheiligen" und der „Buß- und Bettag" betroffen.
Der Thüringer Verkehrsminister kündigte die durchgängige Befahrbarkeit der A 71 für voraussichtlich 2014 an. „Dann sind wir endgültig Deutschlands schnelle Mitte." Darüber hinaus unterstrich er die Bedeutung des Dialogs von Verkehrsgewerbe und Politik: „Wir müssen weiterhin offensiv für Verkehrsanliegen werben. Denn Mobilität ist eine wichtige Grundlage für Wohlstand. Sie sichert zudem qualifizierte Arbeitsplätze."
In Thüringen sind rund 54.000 Mitarbeiter in der Güter- und Logistikbranche beschäftigt. Der LTV hat nach eigenen Angaben rund 450 Mitglieder – überwiegend Güterkraftverkehrsunternehmer, aber auch Betreiber von Bus-, Taxi- und Mietwagenfirmen.
Bundesweit erwirtschaften über zwei Millionen Mitarbeiter des Gewerbes rund 220 Milliarden Euro.