(20.02.2012)
In vier Stunden von Frankfurt nach Paris, in knapp drei von Köln nach Amsterdam: auf den europäischen Hochgeschwindigkeitsstrecken funktioniert es mit dem Reisen per Bahn. Doch ganz Europa lässt sich noch längst nicht mit der Bahn durchqueren. Was läuft verkehrt, warum können wir weiterhin nur von der Bahn ohne Grenzen träumen?
Der ökologische Verkehrsclub VCD klärt in der aktuellen Ausgabe seiner Mitgliederzeitschrift fairkehr auf, welche technischen und politischen Hürden dem grenzenlosen Bahnfahren bis heute im Weg stehen. Das Titelthema „Mein Zug, dein Zug" beleuchtet die nationalen Egoismen und die Schwierigkeiten bei den Zugsicherungssystemen. Michael Cramer, Mitglied des Europäischen Parlaments und in dieser Funktion Sprecher der Grünen im Ausschuss für Verkehr und Fremdenverkehr (TRAN), kritisiert im fairkehr-Interview die durchsetzungsschwachen EU-Kommissare und deutschen Verkehrsminister, die seiner Ansicht nach nur Lautsprecher der Staatsbahnen sind.
Damit sich dennoch etwas ändert, der europäische Bahnverkehr kein Nischenmarkt bleibt,
haben sich neun Bahnvertreter aus sieben Ländern zum „Railteam" zusammen geschlossen.
Die Allianz aus DB, SNCF, SNCB, Eurostar, NS Hispeed, ÖBB und SBB hat das Ziel die Bahngesellschaften zu vernetzen, sei es im Bereich von Tarif und Vertrieb oder bei der Koordinierung der Informationssysteme. Die fairkehr besuchte das Team und berichtet vom Arbeitsalltag. Dazu gibt es neueste Tipps zum Fahrscheinerwerb im Ausland.
Wer im Zug zusätzlich sein Fahrrad mitnehmen möchte, der ist gegenwärtig mit einem Faltrad gut beraten. Im ICE und allen öffentlichen Verkehrsmitteln darf das Gefährt mit an Bord. Über den Trend und das inzwischen vielfältige Angebot informiert der zweite Themenschwerpunkt des Magazins fairkehr. Vier Falträder wurden getestet, Preise und Einsatzmöglichkeiten werden vorgestellt.