Newsletter

Werbung

Beliebte Beiträge

Werbung

(27.06.2012)

Logo SBBBAV, SBB, Kanton und Stadt präsentierten am Mittwochmorgen in Liestal den Medien die Studienergebnisse zu einer neuen Entflechtungsvariante. Mittels eines Vierspurausbaus sollen sich die Züge im Bahnhof Liestal künftig behinderungsfrei kreuzen können. Das erlaubt einen pünktlicheren Bahnverkehr im Ergolztal und ist eine der Voraussetzungen für einen weiteren Angebotsausbau. Gleichzeitig sollen die Perronanlagen und -zugänge ausgebaut werden. Die Bauzeit beträgt rund siebeneinhalb Jahre, frühester Baustart wäre 2018. Das 300 Millionen Franken schwere Bauprojekt soll im Rahmen des Grossprojektes «Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur» (ZEB) finanziert werden.


Werbung

Nördlich des Bahnhofs Liestal überschneiden sich die Fahrwege der Bahnlinien Muttenz–Liestal und Pratteln–Liestal. Das schränkt die Kapazität ein und sorgt bei Unregelmässigkeiten im dicht verwobenen Fahrplan für zusätzliche Verspätungsminuten. Um diese Einschränkung zu beheben, haben die Planer der SBB in den vergangenen Monaten in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Verkehr (BAV), dem Kanton Basel-Landschaft und der Stadt Liestal eine neue Variante für eine sogenannte «Entflechtung» entwickelt: den «Vierspurausbau Liestal». Am Mittwoch, 27. Juni 2012, stellten sie die Studienergebnisse gemeinsam in Liestal den Medien vor.

Grundidee der Entflechtungsvariante ist, die Kreuzungskonflikte in Liestal nicht mit grossen Brücken- oder Unterquerungsbauwerken zu beheben, sondern mittels zusätzlichen Gleisachsen. Insbesondere soll die Anzahl Hauptgleise im Bahnhof von zwei auf vier erhöht werden. Dadurch ist der Eingriff ins Ortsbild und in die städtische Infrastruktur weniger stark und die Bauzeit kürzer als bei früheren Varianten mit Entflechtungsbauwerken. Zudem können im selben Zug die Perronanlagen und -zugänge ausgebaut werden. Die Studie sieht diesbezüglich einen neuen Mittelperron vor und eine zusätzliche Unterführung inklusive behindertengerechter Zugänge. Die Zahl der Perronkanten, an welchen die SBB-Züge in Liestal halten können, erhöht sich so von heute zwei auf vier. Um die Einschränkungen für die Reisenden möglichst gering zu halten, sollen die umfangreichen Arbeiten unter laufendem Bahnbetrieb erfolgen. Die Bauzeit dürfte daher rund siebeneinhalb Jahre betragen. Unter Einberechnung des üblichen Vorlaufs für die weitere Planung und das Bewilligungsverfahren wäre ein Baubeginn ab 2018 möglich. Die Projektkosten liegen gemäss Studienschätzung bei 300 Millionen Franken.

Der «Vierspurausbau Liestal» alleine erlaubt wie die früheren Entflechtungsvarianten keine Verdichtung des Angebotes. Möglich wird jedoch der zweite Fernverkehrshalt in Gelterkinden (Interregio Basel–Liestal–Aarau–Zürich). Der Vierspurausbau sorgt vor allem für weniger Kreuzungskonflikte und erlaubt einen pünktlicheren und störungsfreieren Bahnverkehr im Ergolztal. Er ist zudem neben Ausbauten in Basel und Pratteln eine der unabdingbaren Voraussetzungen für einen weiteren Angebotsausbau der Regio-S-Bahn, beispielsweise den Viertelstundentakt zwischen Liestal und Basel.

Der Vierspurausbau Liestal soll im Rahmen des Programms «Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur» (ZEB) finanziert und realisiert werden. ZEB ist ein Bahnausbaupaket des Bundes mit einem Umfang von 5.4 Milliarden Schweizer Franken. Es beinhaltet schweizweit mehr als 100 Infrastruktur-Projekte. Diese beseitigen Engpässe, schaffen mehr Kapazität und verbessern die Fahrplanstabilität. Ziel ist, die ZEB-Ausbauten schrittweise ab 2014 bis circa 2025 in Betrieb zu nehmen. Für weitere Infos: www.sbb.ch/zeb oder www.bav.admin.ch/zeb

Schlagwörter

Beliebte Beiträge

©2015 Werkstattatlas.info CH-8037 Zürich
Impressum Kontakt

Premium Partner

Partnerseiten

Facebook Fanseite