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(08.09.2011)

Antriebspakete für die Zweisystem-Triebzge der Rhätischen Bahn copyright ABBABB hat zweisystemfähige Antriebspakete für die Triebzüge ALLEGRA der Rhätischen Bahn entwickelt. Diese weisen aufgrund der steilen Linienführungen am Berninapass und der klimatischen Bedingungen im Winter besondere Qualitäten auf.

Die neuen Triebzüge von Stadler Rail mit der Bezeichnung ALLEGRA sind das Paradepferd der Rhätischen Bahn und seit Mai 2010 im Einsatz. Die Rhätische Bahn (RhB) befährt mit dem Bernina-Pass (2253 m ü.M.) ganzjährig die höchste offene Alpen-Überquerung für Schienenfahrzeuge. Die exponierte Linienführung stellt mit ihren engen Kurvenradien und einigen der steilsten Adhäsionsstrecken Europas höchste Ansprüche an das Fahrzeug und seine Antriebstechnik. Im Winter beispielsweise vereist die Fahrleitung regelmässig, was für die Rhätische Bahn eine grosse Herausforderung darstellt. Aussergewöhnliche Anforderungen ergeben sich auch, weil die neuen Triebzüge durchgehend auf dem ganzen Netz der RhB eingesetzt werden. Auf der Berninalinie mit 1000 VDC und bis zu 70 ‰ Steigung wird eine hohe Zugkraft gefordert und auf dem Stammnetz mit 11 kVAC/16,7 Hz muss eine maximale Geschwindigkeit erreicht werden.


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Spezielle Entwicklung

Für diese Schmalspurzüge entwickelte ABB unter dem Fahrzeug montierte Kompaktstromrichter, in denen je zwei 350-kW-Antriebsstromrichter, galvanisch getrennte Hilfsbetriebeumrichter und ein Batterieladegerät untergebracht sind. Die Antriebsausrüstung ist auf die beiden Endwagen des Triebzugs identisch verteilt.

Pro Endwagen sind ein Traktionstransformator vom Typ LOT 1250 von ABB und zwei BORDLINE®-Kompaktstromichter installiert. Wie alle Stromrichter aus der Produktfamilie BORDLINE® basiert auch der Zweisystemstromrichter CC750 MS auf bewährter IGBT-Leistungshalbleiter-Technologie.

Die Traktions- und Hilfsbetriebeausrüstung wurde konsequent redundant aufgebaut, womit ein Ausfall des Triebzuges auf der Strecke weitgehend ausgeschlossen werden kann. Jedes Triebdrehgestell verfügt über einen eigenen Stromrichter, welcher wiederum für jeden Fahrmotor einen eigenen Wechselrichter besitzt. Auf diese Weise kann jeder Fahrmotor einzeln geregelt werden, was eine optimale Ausnutzung des Kraftschlusses Rad/Schiene erlaubt. Die modulare Bauweise des Stromrichters erlaubt die Verwendung von Gleichteilen und führt zu kurzen Reparaturzeiten, da im Falle eines Defektes nur das entsprechende Modul ausgetauscht werden muss und nicht der gesamte Stromrichter. Die Stromrichter tragen massgeblich zu einem zuverlässigen Bahnverkehr bei.

«Eisbrecher»-Funktion

Aufgrund der klimatischen Bedingungen sowie der niedrigen Spannung am DC-Netz, verfügt das Fahrzeug über eine sogenannte „Eisbrecher"-Funktion. Diese kann bei vereister Fahrleitung vom Lokomotivführer aktiviert werden. In diesem Modus sorgt der Stromrichter, dass trotz der Eisschicht der Triebzug mit Spannung versorgt wird und so weiter fahren kann.

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